Zukunft
der Nordkirche

Kirche im Wandel – Zukunft verantwortlich gestalten 

Die Nordkirche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Gesellschaftliche Veränderungen, neue theologische Einsichten und knapper werdende Ressourcen fordern Kirche heraus – und eröffnen zugleich neue Gestaltungsräume.    

Der Zukunftsprozess der Nordkirche unterstützt dabei, diese Räume bewusst zu nutzen. Er denkt voraus, vernetzt bestehende Initiativen und berät die kirchlichen Entscheidungsebenen bei Weichenstellungen für die Zukunft.   

Bei allem Wandel bleibt der Grund derselbe: Kirche lebt nicht aus ihren Strukturen, sondern daraus, dass Gott sich Menschen zuwendet – durch Wort und Sakrament und in gelebter Gemeinschaft. Darin haben Strukturen, Recht und Ressourcen ihren Sinn: Sie sollen diesem Leben aus dem Evangelium dienen, nicht es ersetzen.   

Mit der Zukunftssynode im September 2022 wurde der Vorläuferprozess „Horizonte5“ abgeschlossen. Das „Archiv“ weist den Weg zu den Erarbeitungen bis zu diesem Termin. Unter dem Punkt „Projekte“ findet sich der Überblick zu den aktuellen Erarbeitungen.  

Unsere Haltung

Vielfalt als Stärke – getragen vom Evangelium 

Der Zukunftsprozess steht für eine Kirche, die ihre Vielfalt ernst nimmt: Unterschiedliche Regionen, Prägungen und Kontexte gehören zur Nordkirche – und sind Voraussetzung für ihre Lebendigkeit. Zukunft soll dort entstehen, wo Menschen Kirche leben: wo sie miteinander glauben, zweifeln und füreinander einstehen, wo sie das Evangelium hören und darauf vertrauen, dass Gott sie trägt. Deshalb setzen wir auf regionale Logiken und fördern Verständigung und Zusammenarbeit über Ebenen hinweg. So suchen wir eine tragfähige Balance zwischen Vielfalt und Einheit. Was die Nordkirche bei aller Vielfalt verbindet, ist das eine Evangelium, das in unterschiedlichen Prägungen und Kontexten bezeugt wird.   

Unser Auftrag

Denken, vernetzen, beraten 

Der Zukunftsprozess versteht sich als Thinktank mit Beraterfunktion: 

  • unterstützt die Meinungsbildung von Kirchenleitung und Landessynode 
  • steht in beständigem Austausch mit den Kirchenkreisen der Nordkirche   
  • macht bestehende Zukunftsprozesse sichtbar und bringt sie miteinander ins Gespräch   
  • initiiert, fördert und stärkt Begegnung, Austausch und Kooperation

Dabei greift der Zukunftsprozess nicht steuernd in andere Prozesse ein. Veränderung soll dort gestaltet werden, wo sie verankert ist – in den Regionen und auf den jeweils zuständigen Ebenen.   

   

Was wir entwickeln

Impulse für Verständigung und Entscheidung

Aus der Vernetzung und gemeinsamen Arbeit entstehen Vorschläge, die auf die landeskirchliche Ebene zielen, zum Beispiel: 

  • Modelle für bessere Verständigung zwischen Ebenen
  • Impulse für rechtliche Anpassungen
  • Begleitung von Umsetzungen finanzieller Weichenstellungen im landeskirchlichen Haushalt

So trägt der Zukunftsprozess zu einer nachhaltigen Kulturveränderung bei:
Organisation und Recht sollen der Vielfalt der Kirche dienen – nicht umgekehrt.   

Wie wir arbeiten

Dialogisch, vernetzt, fokussiert

Der Zukunftsprozess arbeitet in engem Austausch mit Kirchenkreisen und der landeskirchlichen Ebene. Zentrale Elemente sind:

  • Zuhören, Sammeln und Bündeln von Bedarfen, Ideen und Impulsen
  • Organisation und Begleitung von Projektgruppen
  • Beratung bei der Entwicklung politisch anschlussfähiger Vorschläge

Die Verantwortung für die Umsetzung der entwickelten Ideen liegt bewusst nicht beim Zukunftsprozess, sondern bei den zuständigen Gremien und Ebenen.    
   
Unsere Aufgabe ist es, alle Beteiligten zum Dialog und zur Entscheidungsfindung zu befähigen, darüber zu berichten und so die Nordkirche gut auf ihrem Weg in eine neue Zukunft zu begleiten.    

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